Luther Hotel Wittenberg

Luther-Dekade - Themenjahr 2014

Reformation und Politik

2014 ist das 7. Jahr der Luther-Dekade, das ganz unter dem Motto "Reformation und Politik" steht. Das Themenjahr 2014 zielt auf einen engeren Dialog zwischen Kirche und Politik ab, um eine stärkere Verknüpfung dieser beider Bereiche zu bewirken.
Dies wird im Eröffnungsgottesdienst im Oktober 2013 in Augsburg durch Prof. Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum 2017, zum Ausdruck gebracht. Nur durch Luthers Mut, seine Treue zu Gott und sein unglaubliches Geschick, politisch zu taktieren, sei es möglich gewesen, die protestantische Bewegung der Reformation durchzuziehen und zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler, ständige Vertreterin des Landesbischofs, ebenfalls Festrednerin beim Eröffnungsgottesdienst, weist außerdem auf die Aufgaben der Politik hin, die nichts an Aktualität verloren haben, wie die allgemeine Kluft zwischen Arm und Reich, eine erschreckend hohe Jugendarmut, die Bildungspolitik, nötige Verbesserungen in der Flüchtlingspolitik und mehr Einsatz humanitärer Hilfe.

Andersherum stellt auch die Politik Forderungen an die Kirche. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Jürgen Papier, ruft ebenfalls auf zum Dialog zwischen der evangelischen Kirche und anderen Religionsgemeinschaften und verweist weiterhin auf den Sozialauftrag der Kirche. Er verschweigt aber auch nicht, dass dies nur mit entsprechendem Kapital gehe.
So brachte schon die Eröffnungszeremonie viele Fragen und Aufgaben für das Themenjahr 2014 aufs Tapet, die in vielen Veranstaltungen und Ausstellungen bundesweit das ganze Jahr über diskutiert werden.


Veranstaltungen im Luther - Jahr 2014 in Wittenberg

Vom 3. bis 6. April findet die Tagung "Recht und Religion - Das Gewissen in den Rechtslehren der protestantischen und katholischen Reformationen" in der Collegienstraße 62 statt.
Vom 3. bis 9. September schließt sich dann die Tagung "Reformation und Politik" an. Der Bausoldatenkongress unter dem Motto "Friedenszeugnis ohne Gew(a)ehr" erinnert an die DDR-Bausoldatenverfügung von 1964. Die evangelische Kirche war es, die vor 50 Jahren in der damaligen DDR einen sozialen Friedensdienst einführte. Die Wehrdienstverweigerer leisteten einen 18 Monate dauernden Ersatzdienst.

Diese Regelung war einmalig in den sozialistisch geführten Ländern. Wie in jedem Jahr begeht Wittenberg außerdem auch 2014 wieder Luthers Hochzeit mit Katharina von Bora mit einem historischen Fest vom 13. bis 15. Juni.
Dieses Fest lockt seit mehr als 20 Jahren Touristen und Wittenberger gleichermaßen in die Altstadt. An originalen Schauplätzen entsteht so der Eindruck, man befinde sich in der Renaissance. Die Menschen tragen Gewänder aus dieser Zeit, stellen altes Handwerk zur Schau und spielen Musik auf historischen Instrumenten.


Beispiele für bundesweite Veranstaltungen zum Themenjahr 2014

In Weimar kann man von März bis Mai im großen Haus des Deutschen Nationaltheaters das Stück "Vom Lärm der Welt // Oder: Die Offenbarung des Thomas Müntzer" besuchen. Es ist der erste Teil einer Reihe, welche sich im weiteren Verlauf mit Eckdaten und Ereignissen deutscher Geschichte beschäftigen wird, immer mit Bezug auf Weimars eigene Historie. Im württembergischen Bretten findet am 17. Juli ein Vortrag über das "Katholische Verständnis der Reformation" statt. Als Vortragender spricht Dr. Wolfgang Thönissen im Melanchtonhaus. In Berlin findet am 28. Juli in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ein Gottesdienst zum Thema "500 Jahre Reformation - Toleranz im religiösen Dialog" statt

und knüpft damit an das Themenjahr 2013 "Reformation und Toleranz" an. Weitere bundesweite Veranstaltungen können auf der Seite der Geschäftsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland, "Luther 2017" abgerufen werden.
Am 31.10.2014 endet dann das Luther-Jahr in Berlin mit einem Festgottesdienst in der Spandauer Nikolai-Kirche und eröffnet gleichzeitig die Ausstellung "Vom Hahn und der Perle - Illustrationen von Otmar Alt für die Fabeln Martin Luthers".


Ein Feiertag zur Festdekade

Anknüpfend an die Forderung der Regionalbischöfin Frau Susanne Breit-Kessler nach mehr Respekt für öffentliche Ämter bekleidende Personen, wird der Ruf nach einem einmaligen, bundesweiten Feiertag laut. Dafür vorgesehen ist der Reformationstag 2017. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bescheinigte diesem Vorhaben eine sehr gute Chance.

Er hat bereits von Ministerpräsidenten mehrerer Bundesländer positives Feedback zu dessen Realisierung erhalten, so dass Sie sich vielleicht schon diesen Tag in Ihrem Kalender rot anstreichen können!

Für Fragen oder telefonische Buchungen:

Telefon +49 3491 458-0

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