Der Luther-Garten Wittenberg

500 Bäume für 500 Jahre Reformation

Ein besonders schönes Projekt im Rahmen der Luther-Dekade ist der Luthergarten, der bis 2017 in der Lutherstadt Wittenberg entstehen soll. Es handelt sich dabei um ein interaktives, landschaftliches Projekt, bei dem in den städtischen Wallanlagen insgesamt 500 Bäume aus aller Welt gepflanzt werden sollen.

Der Gedanke, der hinter dem Projekt steht, ist ein Zitat von Martin Luther: "Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen".


Baumpatenschaften für einen ökumenischen Gedanken

Die Bäume symbolisieren die 500 Jahre der Reformation und sollen gleichzeitig ein Zeichen der Verbundenheit, Vernetzung und Versöhnung der Kirchen weltweit darstellen. Denn die Initiatoren des Projektes, der Lutherische Weltbund in Genf, das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes, die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Stadt Wittenberg, haben Kirchen aus aller Welt und aller Konfessionen dazu aufgerufen, sich an der Pflanzung der Bäume zu beteiligen.

Dabei übernehmen Sie selbst die Patenschaft für einen der Bäume und pflanzen selbst einen Baum in ihrer Heimatkirche. Das partnerschaftliche Konzept soll zum einen der optimistischen Haltung Luthers Ausdruck verleihen und zum anderen Impulse für einen länderübergreifenden Dialog zwischen den Konfessionen geben.


Eine Lutherrose im Zentrum des Gartens

Nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Andreas Kipar wird der Luthergarten in Form eines ovalen Parks entstehen, in dem 270 Bäume gepflanzt werden. Weitere 230 Bäume werden in den Wallanlagen Wittenbergs eingesetzt.

Im Zentrum des Gartens wird ein Platz in Form einer Lutherrose angelegt, in dessen Mittelpunkt ein mit Travertin-Platten verkleidetes Kreuz stehen wird. Seit der Grundsteinlegung am 20. September 2008 können die Besucher den Entstehungsprozess der Parkanlage vor Ort mitverfolgen.

Luthergarten
Lutherrose
Lutherhaus
Luther-Hotel Wittenberg